Mobiles Internet – Status Quo, Trend und Vision

Das mobile Internet gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Doch wird es in naher Zukunft auch von der breiten Masse genutzt werden? Viele Unternehmen stellen sich aktuell die Frage, ob zum jetzigen Zeitpunkt in das mobile Internet investiert werden soll.

schalk&friends hat sich im Rahmen dieser Fragestellung und auf Basis einiger aktueller
Projekte mit dem Thema mobiles Internet intensiver auseinander gesetzt und  versucht, den Status Quo, derzeitige Trends und auch Fragen rund um die Zukunft  des mobilen Internets zusammengefasst.

 

Mobiles Internet

Status Quo

Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des mobilen Internets wächst rasant: Immer mehr Menschen machen sich unabhängig vom stationären Web. Das Handy ist allgegenwärtig, rund um die Uhr griffbereit und Mobile Devices liegen nachts sogar neben dem Kopfkissen.  Schon heute rufen Zeitungsleser die Top News auf dem Weg zur Arbeit ab, sehen Teenager Ihr Lieblings Soap auf dem Telefon und werden Einkäufe schnell & einfach über Amazon mobil von unterwegs getätigt.

 

Steigende Verkaufszahlen von Smartphones

Nach einer Studie von Gartner (www.gartner.com) ist der Verkauf von Smartphones in den USA ist im Jahr 2011 alleine im ersten Quartal um 50 % gestiegen. Es wird angenommen, dass 2014 die Hälfte der amerikanischen Internetnutzer über ein mobiles Endgerät ins Internet gehen.

 

Nutzung

In Deutschland gehen 14 Millionen Internetnutzer mobil ins Netz – fast fünfmal so viel wie im Jahr 2008. Das zeigt die aktuelle Studie „Mobile Web Watch 2011“, die auf einer Befragung von mehr als 4.000 Verbrauchern in Deutschland, Österreich und der Schweiz basiert.

 

Wachsende Online-Einkäufe

Online-Einkäufe steigen rasant an. Nach einer Studie von ABI Research werden 2015 weltweit voraussichtlich 119 Milliarden Dollar über mobile Endgeräte umgesetzt werden. Die Ausgaben für Werbung in den USA auf Handys sind zwischen 2009 und 2010 um 30% gestiegen.

 

Mobile Bezahlmethoden

Einfachere und sicherere Bezahlmethoden über das Handy werden in einigen Ländern
bereits getestet und für die Markteinführung vorbereitet. Begriffe wie “wave-and-pay “ oder “tab-and-pay” wurden bereits im letzten Web 2.0 Summit, die jährlich statt findende World Wide Web Diskussionsrunde in San Francisco, von den Technologiefirmen Apple und Android als mögliche mobile Bezahlmethoden vorgestellt.

 

Komfortable Nutzung

Inzwischen kaufen User  Flug- oder Bahn-Tickets mobil. Das Ticket wird im Handy gespeichert und für den Check in bzw. die Fahrkartenkontrolle vom Display gescannt. An vielen Flughäfen z.B. bei der Lufthansa in Deutschland ist das Einchecken mit mobilen QR-Codes inzwischen sehr beliebt.

Auch mobiles Online Banking ist selbstverständlich – gerade für Menschen, die unterwegs sind oder im Ausland leben. Fast jede deutsche Bank bietet inzwischen eine mobile Banking-App an.

Amazon und Ebay sind ebenfalls innovativ in der mobilen Welt unterwegs: In der Amazon App kann der Kunde Produkte abfotografieren und sich dann die Artikel anzeigen lassen.  Über den Barcode kann ein Produkt ebenfalls eingescannt und umgehend bestellt werden.

eBay‘s Fashion App erlaubt dem User nach Mode zu suchen, bietet exklusive Sales Angebote und ermöglicht sogar das Anprobieren von Kleidungstücken über die iPhone Kamera und posten des Outfits zu Freunden auf Facebook und Twitter.

 

Lokal Based Services

Dort, wo sinnvoll, lohnt es sich, mobile Webseiten mit lokalen Suchtreffern zu verbinden. Google Maps bietet jetzt schon den nächsten Italiener am Eck an, ImmobilienScout 24 zeigt alle freien und verfügbaren Wohnungen in der Umgebung und bietet auf Klick einen Kontakt mit dem Vermieter.

Unabhängig von Apps und Mobilen Seiten wird individuelles und spezifisches Geo-Marketing zukünftig mehr und mehr eine wichtige Rolle spielen. Zwar werden weltweit Foursquare, Whrrl, Brightkite, Loopt,  SCVNGR usw. derzeit nur  von 4% der erwachsenen Internetnutzer aufgerufen und nur 1% checken einmal die Woche irgendwo ein – so eine Studie von Forrester Research (www.forrester.com)  – doch gerade in Kombination mit den Daily- und Geo-Deals zeichnet sich hier ein enormes Potential und steigendes Interesse ab.

Geo-Marketing über mobile Endgeräte ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen interessant, da vorhandene „location-based“ Services in Form von Apps oder mobile Website günstig und einfach genutzt werden können, um kurzfristig und spontan neue Kunden anzusprechen.

Das Praxis Beispiel von XpressSpa und Gateguru (gateguruapp.com) macht dies deutlich: XpressSpa entwickelte eine Geo-basierte Kampagne und nutze dafür die Flughafen App GateGuru. Gateguru ist in der Basis eine Flughafen-Karte und hilft Reisenden sich in Flughäfen zu Recht zu finden. Für lokale Geschäften in den Flughäfen bieten Gateguru an, Geo-Marketing zu betreiben. Mit dem Launch der Kampagne über GateGuru in 13 Flughäfen verzeichnete XprassSpa in 2 Monaten mehr als 500 Besucher auf der Kampagnenseite (und mehr als 20.000 Impressions für den Listeneintrag), wovon zwischen 75 und 100 in die Massage Center gekommen sind. Dies entspricht einer Conversion Rate von 15-20%.

 

Ausblick, Trend und Vision

Die Zahlen und Fakten des mobilen Webs sprechen für sich. Es ist Zeit „mobil“ aktiv zu werden. Dies trifft besonders für kleine und mittlere Unternehmen zu. Unternehmen die im Vergleich zur Konkurrenz mobil erreichbar sind, werden aus unserer Sicht mit einem enormen Traffic-Zuwachs rechnen können.

 

App für Werben&Verkaufen

App für Werben & Verkaufen

App, mobile Website – oder was wollen meine Kunden?

Das Potential und die Richtung der mobilen Entwicklung sind nur schwer abzuschätzen. Während Apple stark auf Apps setzt, treiben Google und Facebook das Mobile Web voran. Beide Wege werden unserer Ansicht nach die nächsten Jahre nebeneinander in Koexistenz leben. Unerheblich von der Technik: Die entscheiden Fragen, die sich Unternehmen stellen müssen ist: Welche Form bietet die beste Möglichkeit meine Inhalte effizient an den Usern zu bringen?

Der Vorteil einer mobilen Webseite besteht darin, dass keine Geräte abhängigen Versionen programmiert werden müssen. Zudem kann auf die Inhalte direkt, also ohne vorherigen Download, zugegriffen werden bzw. der Einkauf kann sofort getätigt werden. Es muss lediglich die URL in den mobilen Web-Browser eingetippt werden.

Haben Sie eine ganz spezielle Geschäftsidee, wollen Sie eine sehr ausgefallene Usability-Lösung oder benötigen Sie hohe Sicherheits-Voraussetzungen, dann ist eventuell eine App das richtige für den Start in die mobile Welt.

Schlussfolgernd wird deutlich, dass eine mobile Webseite zukünftig ein
„Must-Have“ sein wird. Die mobile Webseite wird daher für viele Unternehmen
wichtiger Bestandteil der Online-Aktivitäten werden.

 

App für Autoforum.de

App für Autoforum.de

Was bedeutet dies nun für einen Webseitenbetreiber?

User sind mobil im Internet und werden dies zukünftig immer häufiger sein. Der Erfolg reiner Webseite hängt von zwei wesentlichen Erfolgsfaktoren ab: Nutzen und User-Erlebnis.

Beide Faktoren lassen sich nicht 1:1 von einer Website auf eine mobile Seite übertragen. Stellen Sie sich die Frage was einen mobilen online Shopper dazu bewegt ein Produkt über sein Smartphone zu kaufen. Es ist die Möglichkeit schnell und effizient über ein Check-In und Check-Out Verfahren einen Kauf zu tätigen. Für die Umsetzung bedeutet dies: große Klickflächen, so wenig Klicks wie möglich, minimalisierter Inhalt, schnelle Ladezeiten, minimales Scrolling und eine komfortable Userführung.

Die mobile Version von Buy.com soll kann hier als Best-Practise Beispiel dienen. Der mobile online Shop ist maßgeschneidert für User die mobile Einkäufe tätigen: simpler Aufbau, intuitive Steuerung, große Buttons, wenig Text und ein schneller Check-Out Prozess führen zu optimalen Conversions.

Zusammenfassend wird deutlich, dass der  Zugang zu mobilen Nutzern und Käufern, ohne angepasste mobile Webseite oder online Shops, nicht optimal ist.
Für Webseitenbetreiber, die diese Zielgruppe nicht missen wollen, ist eine mobile
Seite unabdingbar.

 

Mobile Landingpage

Mobile Landingpage für Wall Street Institute

Visionärer Ausblick

Wie sehe die Welt heute aus, wenn wir die vorhanden Möglichkeiten und Trends zusammenfügen? Wir verdeutlichen unsere Erkenntnisse in einem fiktiven Beispiel: Sekretärin Frau Müller ist auf dem Weg zur Arbeit in der S-Bahn von Wolfratshausen nach München HBF. Ihr Arbeitgeber wird gerade international tätig und sie wird zukünftig mit ausländischen Kunden in Kontakt kommen. Ob ihr Englisch da ausreicht?

In der Bahn liest Frau Müller auf einem Bildschirm des Fahrgastfernsehen  eine zielgruppengerechte Anzeige des Wall Street Institutes für einen Anfänger Kurs Business-Englisch. Hier wird ein Gutschein über 50 Euro angeboten, wenn man den Kurs gleich mobil bucht.

Frau Müller tippt schnell die URL in ihren mobilen Browser,  um das Angebot zu begutachten. Alternativ hätte sie auch den QR Code vom Display des  Fahrgastfernsehens einscannen können.

Frau Müller gelangt auf die mobile optimierte Landingpage und über das Geo-Targeting erhält sich auch gleich alle Informationen über die nächstgelegenen Wall Street Institute Center. Wenn das nicht wie gerufen kommt: Frau Müller bucht in wenigen Schritten einen Schnupper Kurs und bestellt eine Vokalbel-Lernkasten für zu Hause.

Das System sendet die erfolgreiche Bestellung an die Buchungs-Software, die nebenher auch die normale Webseite steuert. Das Smartphone von Frau Müller übermittelt Anschrift  und Kontaktdaten. Der Versand wird ausgelöst und die Rechnung wird über iTunes, Paypal oder die Telefonrechnung abgewickelt.

Über die Social Media Schnittstelle postet Frau Müller ihren Kolleginnen die Buchung in der S-Bahn. Ihre Kolleginnen sind fasziniert und „liken“ den Beitrag. Ihre über 300 Freunde und damit weitere potentielle Kunden werden mit dem Angebot und dem 50 Euro Gutschein angesprochen.

 

Umsetzung

Finden Sie dieses Beispiel utopisch? Wir nicht! Dieses Szenario ist jetzt schon technisch machbar und wird in Kürze auch Online-Marketing-Verantwortlichen umgesetzt.

Die Steuerung von spezifischen und individuellen Inhalten auf mobile Endgeräte, nach bestimmten Datenschutzrichtlinien, sowie die zentrale Verwaltung von Daten für verschieden Endgeräte ist bereits möglich im Einsatz und wird von uns stetig weiterentwickelt.

schalk&friends bietet Ihnen hier Lösungen, Strategien, Technik und Software um z.B. Inhalte auf mobile Displays aus einem Content Management System heraus zu senden, abgleichen und zu pflegen.

Das Versenden von sogenannten rich media Inhalten (interaktives Fernsehen, Videos, 3D Grafiken, 360° Bilder, Sounds, etc.) auf mobile Endgeräte individuell gesteuert je nach User, Ort und Endgerät, um dem wachsenden zukünftigen User Erlebnis gerecht zu werden, ist von hier nur noch ein kleiner Schritt.

 

 

 

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